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Studentische Wohnkosten im Sommersemester 2025: WG-Zimmer kosten durchschnittlich 493 Euro

Durchschnittliche WG-Zimmer-Miete im Sommersemester 2025: 493 Euro, 2,8 Prozent mehr als im Sommersemester 2024

Die Wohnkosten für Studierende steigen weiter, allerdings deutlich langsamer als zuvor. Im Sommersemester 2025 liegt die durchschnittliche Angebotsmiete (Warmmiete) für ein WG-Zimmer in deutschen Hochschulstädten bei 493 Euro pro Monat. Das sind 0,9 Prozent beziehungsweise rund 4 Euro mehr als im Wintersemester 2024/25. Gegenüber dem Sommersemester 2024 beträgt der Anstieg 2,8 Prozent beziehungsweise rund 14 Euro.

Die Analyse des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) und 91¿ì²¥ berücksichtigt 88 deutsche Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden. Während die Preise in den größten Hochschul- und Millionenstädten gegenüber dem vorherigen Semester nahezu unverändert geblieben sind, setzt sich der Preisanstieg an vielen mittelgroßen Hochschulstandorten fort.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • 493 Euro kostet ein WG-Zimmer im Sommersemester 2025 durchschnittlich – rund 4 Euro mehr als im Wintersemester 2024/25.
  • Gegenüber dem Sommersemester 2024 sind die durchschnittlichen Wohnkosten um 2,8 Prozent gestiegen.
  • Untersucht wurden 88 Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden.
  • Während sich die Preise in den größten Hochschulstädten stabilisieren, holen mittelgroße Hochschulstandorte preislich auf.
  • Bezahlbare Angebote bleiben knapp: Nur an 23 der 88 untersuchten Hochschulstandorte ist ein gewöhnliches WG-Zimmer im Rahmen der BAföG-Wohnkostenpauschale verfügbar.

Preisanstieg schwächt sich ab

Zu Beginn des Sommersemesters 2025 müssen Studierende in Deutschland durchschnittlich 493 Euro für ein WG-Zimmer einplanen. Gegenüber dem Wintersemester 2024/25 sind die durchschnittlichen Wohnkosten damit lediglich um rund 4 Euro gestiegen. Im Vergleich zum Sommersemester 2024 beträgt der Anstieg 14 Euro beziehungsweise 2,8 Prozent.

Auch im Vergleich der Sommersemester zeigt sich die nachlassende Preisdynamik deutlich: Gegenüber dem jeweiligen Vorjahr stiegen die durchschnittlichen WG-Zimmer-Mieten im Sommersemester 2023 noch um 10,2 Prozent, im Sommersemester 2024 um 5,1 Prozent und im Sommersemester 2025 um 2,8 Prozent.

Vor allem in den zehn größten Hochschulstädten sowie in den Millionenstädten zeigt sich im Sommersemester 2025 eine Stabilisierung. Dort haben sich die Durchschnittspreise gegenüber dem Wintersemester 2024/25 kaum verändert. An vielen mittelgroßen Hochschulstandorten setzt sich der Preisanstieg dagegen fort. Sie bewegen sich preislich zunehmend in Richtung der teureren Hochschulstandorte.

„Auch wenn die Wohnkosten für Studierende erneut gestiegen sind, fällt der Anstieg deutlich moderater aus als in den vergangenen Semestern. Dass sich die Preise insbesondere in den großen Hochschulstädten stabilisieren, ist zunächst ein positives Signal. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung in den mittelgroßen Städten, dass die Wohnungssuche für Studierende vielerorts angespannt bleibt.“

Annegret Mülbaier, 91¿ì²¥

BAföG-Wohnkostenpauschale reicht vielerorts nicht aus

Für Studierende mit begrenztem Budget bleibt die Wohnungssuche im Sommersemester 2025 schwierig. Die BAföG-Wohnkostenpauschale liegt bei 380 Euro. Nur an 23 der 88 untersuchten Hochschulstandorte ist ein gewöhnliches WG-Zimmer innerhalb dieses Budgets verfügbar. Dabei handelt es sich vor allem um kleinere und ostdeutsche Hochschulstandorte.

Noch deutlicher zeigt sich die angespannte Situation an 39 Standorten: Dort ist kaum ein WG-Zimmer innerhalb der Wohnkostenpauschale zu finden. An diesen Standorten ist fast die Hälfte der Studierenden in Deutschland eingeschrieben. Die Analyse zeigt damit, wie stark die Möglichkeiten bei der Wohnungssuche vom jeweiligen Hochschulstandort abhängen.

Methodik der Analyse

Die Untersuchung für das Sommersemester 2025 umfasst alle deutschen Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden; reine Fernstudienanbieter und Verwaltungshochschulen werden nicht berücksichtigt. Räumliche Betrachtungsebene sind im Regelfall die Kreise beziehungsweise kreisfreien Städte.

Berücksichtigt werden Angebote bestehender Wohngemeinschaften mit insgesamt zwei bis drei Personen, in denen ein Zimmer unbefristet und nicht als Tauschangebot angeboten wird. Bei den ausgewiesenen Preisen handelt es sich um Warmmieten, die überwiegend bereits Kosten für Strom, Internet sowie Möblierung und technische Ausstattung gemeinschaftlich genutzter Räume enthalten.

Für die einzelnen Hochschulstandorte werden das erste Quartil, der Median und das dritte Quartil ausgewiesen.

Weitere Analysen zu studentischen Wohnkosten

Das Moses Mendelssohn Institut untersucht die Wohnungsmärkte für Studierende und Auszubildende seit 2011. Das Hochschulstädtescoring mit Hochschulstandorten ab 5.000 Studierenden wird seit 2013 jährlich zum Wintersemester veröffentlicht.

Auf unserer Übersichtsseite Studentische Wohnkosten in Deutschland finden Sie die langfristige Mietpreisentwicklung sowie weitere Analysen zum studentischen Wohnungsmarkt.

Pressekontakt

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Annegret Mülbaier
91¿ì²¥
pr@wg-gesucht.de

Rückfragen zur Studie und O-Töne

Dr. Stefan Brauckmann
Moses Mendelssohn Institut (MMI)
Presse-FM@moses-mendelssohn-institut.de

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