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Studentische Wohnkosten im Sommersemester 2026: WG-Zimmer kosten durchschnittlich 512 Euro

Durchschnittliche WG-Zimmer-Miete im Sommersemester 2026: 512 Euro, 3,9 Prozent mehr als im Sommersemester 2025

Die Wohnkosten für Studierende steigen weiter. Im Sommersemester 2026 liegt die durchschnittliche Angebotsmiete (Warmmiete) für ein WG-Zimmer in deutschen Hochschulstädten bei 512 Euro pro Monat – 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders ²µÃ¼²Ô²õ³Ù¾±²µ±ð Angebote geraten zunehmend unter Druck.

Die aktuelle Analyse des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) und 91¿ì²¥ berücksichtigt 89 deutsche Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden. Sie zeigt: Die Dynamik der Mietsteigerungen hat sich gegenüber den starken Anstiegen der vergangenen Jahre zwar etwas abgeschwächt. Die Preise liegen jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und steigen stärker als die allgemeine Teuerung.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • 512 Euro kostet ein WG-Zimmer im Sommersemester 2026 durchschnittlich.
  • Das entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Untersucht wurden 89 Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden.
  • Vor allem für Studierende mit kleinem Budget wird die Wohnungssuche schwieriger.

Günstige WG-Zimmer geraten zunehmend unter Druck

Während sich die Durchschnittswerte vor allem in den Metropolen teilweise stabilisieren, verändert sich die Situation im unteren Preissegment. Günstige Angebote werden knapper und entsprechend stärker nachgefragt.

Dr. Stefan Brauckmann, Geschäftsführender Direktor des Moses Mendelssohn Instituts, sieht deshalb nur auf den ersten Blick eine Entspannung: Gerade für Wohnungssuchende mit begrenztem Budget werde der Spielraum kleiner. Das betreffe neben Studierenden auch Auszubildende und andere Menschen mit niedrigerem Wohnkostenbudget.

Auch auf 91¿ì²¥ zeigt sich diese Entwicklung deutlich:

„Wir sehen auf unserer Plattform, dass sich die Nachfrage auf die noch vergleichsweise ²µÃ¼²Ô²õ³Ù¾±²µ±ðn WG-Zimmer extrem bündelt. Viele dieser Angebote sind oft schon am selben Tag vergeben – für Studierende wird die Wohnungssuche damit immer mehr zum Wettlauf, bei dem oft nur diejenigen zum Zug kommen, die schnell reagieren und sich direkt bewerben. Gleichzeitig beobachten wir, dass viele flexibler suchen und stärker Kompromisse bei Lage oder Größe eingehen müssen, um passende Angebote zu finden.“

Annegret Mülbaier, 91¿ì²¥

Wohnkosten bleiben für viele Studierende eine Herausforderung

Die BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro im Sommersemester 2026 deckt die tatsächlichen Kosten für ein WG-Zimmer an vielen Hochschulstandorten nicht ab. Rund fünf von sechs Studierenden sind an Hochschulstandorten eingeschrieben, an denen die durchschnittlichen Wohnkosten bereits über der Pauschale liegen. Besonders angespannt ist die Situation für Studierende mit kleinem Budget: Bei knapp zwei von drei Studierenden liegen selbst ²µÃ¼²Ô²õ³Ù¾±²µ±ðre Angebote an ihrem Hochschulstandort über der vorgesehenen Pauschale.

Auch eine mögliche Anhebung auf 440 Euro würde die Lücke laut Analyse nur teilweise schließen. Ein erheblicher Teil der Studierenden wäre weiterhin mit höheren Wohnkosten konfrontiert.

Große regionale Unterschiede bei den Wohnkosten

Wie viel Studierende für ein WG-Zimmer bezahlen, unterscheidet sich regional erheblich. Zwischen den in der Analyse hervorgehobenen µþ³Ü²Ô»å±ð²õ±ôä²Ô»å±ð°ùn liegen bei den durchschnittlichen WG-Zimmer-Mieten fast 300 Euro. Gleichzeitig schwächt sich das bestehende West-Ost-Gefälle langsam ab: Auch in ostdeutschen Hochschulstädten sind die Mieten zuletzt gestiegen, wenn auch von einem niedrigeren Ausgangsniveau.

Auch innerhalb der µþ³Ü²Ô»å±ð²õ±ôä²Ô»å±ð°ù zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders sichtbar wird das in Nordrhein-Westfalen: Während ein WG-Zimmer in Düsseldorf durchschnittlich 630 Euro und in Köln 620 Euro kostet, liegen die Werte in Bochum bei 385 Euro und in Bielefeld bei 375 Euro. In großen Flächenlä²Ô»å±ð°ù²Ô können sich hinter dem Landesdurchschnitt damit sehr unterschiedliche lokale Wohnungsmärkte verbergen.

In den großen Hochschulstädten entwickelt sich der Markt ebenfalls nicht einheitlich. In München und Berlin blieben die durchschnittlichen Angebotsmieten gegenüber dem Wintersemester 2025/26 unverändert – allerdings auf einem bereits hohen Niveau von 800 beziehungsweise 650 Euro. In Hamburg stiegen die durchschnittlichen Wohnkosten dagegen um 30 Euro auf 650 Euro, in Köln um 20 Euro auf 620 Euro.

Energie- und Nebenkosten bleiben ein Unsicherheitsfaktor

Neben der Entwicklung der Grundmieten beeinflussen auch Neben- und Energiekosten die Wohnkosten von Studierenden. Gerade bei WG- und Wohnheimzimmern machen sie einen vergleichsweise großen Anteil der gesamten Kosten aus.

Steigende Energiepreise könnten deshalb dazu führen, dass sich der derzeit moderatere Preistrend wieder beschleunigt. Aus Sicht des Moses Mendelssohn Instituts ist für eine nachhaltige Entlastung insbesondere ein größeres Angebot an budgetorientierten Wohnungen und Wohnheimplätzen erforderlich.

Methodik der Analyse

Die Untersuchung umfasst alle deutschen Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden; reine Fernstudienanbieter und Verwaltungshochschulen werden nicht berücksichtigt.

Für das Sommersemester 2026 umfasst die Angebotsstichprobe 10.542 Inserate. Berücksichtigt werden Angebote bestehender Wohngemeinschaften mit insgesamt zwei bis drei Personen, in denen ein Zimmer unbefristet und nicht als Tauschangebot angeboten wird.

Bei den ausgewiesenen Preisen handelt es sich um Warmmieten. Diese enthalten überwiegend bereits Strom und Internet sowie die Möblierung und technische Ausstattung gemeinschaftlich genutzter Räume.

Für die einzelnen Hochschulstandorte werden das erste Quartil, der Median und das dritte Quartil ausgewiesen. Der bundesweite Durchschnitt wird anhand der Studierendenzahlen gewichtet: Die Medianwerte der einzelnen Städte werden mit der jeweiligen Zahl der Studierenden gewichtet und anschließend zu einem bundesweiten Wert zusammengeführt.

Weitere Analysen zu studentischen Wohnkosten

Die Entwicklung der WG-Zimmer-Mieten wird seit 2013 kontinuierlich untersucht. Auf unserer Übersichtsseite „Studentische Wohnkosten in Deutschland“ finden Sie die langfristige Mietpreisentwicklung, die vollständige Zeitreihe seit 2013 sowie weitere Analysen zum studentischen Wohnungsmarkt.

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Annegret Mülbaier
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pr@wg-gesucht.de

Rückfragen zur Studie und O-Töne

Dr. Stefan Brauckmann
Moses Mendelssohn Institut (MMI)
Presse-FM@moses-mendelssohn-institut.de

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