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Studentische Wohnkosten im Wintersemester 2024/25: WG-Zimmer kosten durchschnittlich 489 Euro

Durchschnittliche WG-Zimmer-Miete im Wintersemester 2024/25: 489 Euro, 3,6 Prozent mehr als im Wintersemester 2023/24

Der starke Anstieg der studentischen Wohnkosten schwächt sich ab. Zu Beginn des Wintersemesters 2024/25 kostet ein WG-Zimmer in deutschen Hochschulstädten durchschnittlich 489 Euro pro Monat. Gegenüber dem Wintersemester 2023/24 entspricht das einem Plus von 3,6 Prozent beziehungsweise rund 17 Euro. Im Vergleich zum Sommersemester 2024 sind die durchschnittlichen Wohnkosten um rund 10 Euro beziehungsweise 1,9 Prozent gestiegen.

Die gemeinsame Analyse des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) und 91¿ì²¥ berücksichtigt 88 deutsche Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden. Rund 90,5 Prozent der etwa 2,7 Millionen Studierenden in Deutschland sind an diesen Standorten eingeschrieben.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • 489 Euro kostet ein WG-Zimmer im Wintersemester 2024/25 durchschnittlich.
  • Gegenüber dem Wintersemester 2023/24 sind die Wohnkosten um 3,6 Prozent beziehungsweise rund 17 Euro gestiegen.
  • Die Analyse umfasst 88 Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden.
  • Die BAföG-Wohnkostenpauschale steigt von 360 auf 380 Euro – an mehr Standorten liegt ein gewöhnliches WG-Zimmer damit innerhalb dieses Budgets.
  • Dennoch sind 75 Prozent der Studierenden an Standorten eingeschrieben, an denen bereits ein gewöhnliches WG-Zimmer oberhalb der Wohnkostenpauschale liegt.

Preisanstieg schwächt sich ab

Nach den deutlichen Preissteigerungen der vorherigen Semester schwächt sich der Anstieg zum Wintersemester 2024/25 ab. Im Vergleich zum Vorjahr müssen Studierende durchschnittlich rund 17 Euro mehr pro Monat für ein WG-Zimmer einplanen. Gegenüber dem unmittelbar vorhergehenden Sommersemester beträgt der Anstieg rund 10 Euro.

Wie unterschiedlich die Entwicklung ausfällt, zeigt der Blick auf die Metropolen. Während die durchschnittliche WG-Zimmer-Miete in Berlin gegenüber dem Wintersemester 2023/24 unverändert bleibt, steigen die Wohnkosten in München, Köln und Hamburg weiter. Den stärksten Anstieg verzeichnet München.

„Dass sich der starke Preisanstieg abschwächt, ist ein positives Signal. Für Studierende zählt am Ende aber vor allem, ob sie an ihrem Hochschulort ein Zimmer finden, das sie sich leisten können. Und genau da bleibt die Situation an vielen Standorten schwierig.“

Annegret Mülbaier, 91¿ì²¥

Höhere BAföG-Wohnkostenpauschale sorgt nur teilweise für Entlastung

Zum Wintersemester 2024/25 wurde die BAföG-Wohnkostenpauschale von 360 auf 380 Euro erhöht. Mit der höheren Pauschale liegt ein gewöhnliches WG-Zimmer an mehr Hochschulstandorten innerhalb dieses Budgets. Die Zahl der Standorte, an denen ein durchschnittliches WG-Zimmer oberhalb der Pauschale liegt, sank gegenüber dem Sommersemester von 73 auf 66.

Für einen großen Teil der Studierenden reicht die Pauschale dennoch nicht aus: 75 Prozent sind an einem dieser 66 Standorte eingeschrieben. Noch deutlicher wird die Situation beim Blick auf das ²µÃ¼²Ô²õ³Ù¾±²µ±ðre Marktsegment. An 37 Hochschulstandorten mit mehr als 1,3 Millionen Studierenden finden sich selbst im ersten Quartil kaum Angebote innerhalb der Wohnkostenpauschale.

Die Zahlen zeigen zugleich, wie unterschiedlich sich die Wohnkosten je nach Studienort entwickeln. Während die höhere Pauschale an einigen Standorten mehr Spielraum bei der Wohnungssuche schafft, bleibt das Angebot insbesondere an stark nachgefragten Hochschulstandorten knapp.

Methodik der Analyse

Die Untersuchung für das Wintersemester 2024/25 umfasst alle deutschen Hochschulstandorte mit mindestens 5.000 Studierenden; reine Fernstudienanbieter und Verwaltungshochschulen werden nicht berücksichtigt. Räumliche Betrachtungsebene sind im Regelfall die Kreise beziehungsweise kreisfreien Städte.

Berücksichtigt werden Angebote bestehender Wohngemeinschaften mit insgesamt zwei bis drei Personen, in denen ein Zimmer unbefristet und nicht als Tauschangebot angeboten wird. Bei den ausgewiesenen Preisen handelt es sich um Warmmieten, die überwiegend bereits Kosten für Strom, Internet sowie Möblierung und technische Ausstattung gemeinschaftlich genutzter Räume enthalten.

Für die einzelnen Hochschulstandorte werden das erste Quartil, der Median und das dritte Quartil ausgewiesen. Der deutschlandweite Durchschnitt wird nach der Zahl der Studierenden an den jeweiligen Standorten gewichtet.

Weitere Analysen zu studentischen Wohnkosten

Das Moses Mendelssohn Institut untersucht die Wohnungsmärkte für Studierende und Auszubildende seit 2011. Das Hochschulstädtescoring mit Hochschulstandorten ab 5.000 Studierenden wird seit 2013 jährlich zum Wintersemester veröffentlicht.

Auf unserer Übersichtsseite Studentische Wohnkosten in Deutschland finden Sie die langfristige Mietpreisentwicklung sowie weitere Analysen zum studentischen Wohnungsmarkt.

Pressekontakt

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Sie benötigen weitere Daten zu WG-Zimmer-Mieten, einzelnen Hochschulstandorten oder Entwicklungen auf dem studentischen Wohnungsmarkt? Wir unterstützen Redaktionen gerne mit zusätzlichen Auswertungen und Einordnungen zum WG- und Wohnungsmarkt.

Annegret Mülbaier
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pr@wg-gesucht.de

Rückfragen zur Studie und O-Töne

Dr. Stefan Brauckmann
Moses Mendelssohn Institut (MMI)
Presse-FM@moses-mendelssohn-institut.de

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